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Gold und Silber mit umgekehrten Verhältnissen

13.12.2014  |  Christian Kämmerer
Die Bewegungen der letzten Zeit warfen immer wieder Fragen auf. Jahrestief gefunden oder Rally voraus sind nur zwei Feststellungen, welche sich anhand der jüngsten Preisentwicklung stellen. Im Anschluss an die gescheiterte Abstimmung zur Goldinitiative bleibt festzuhalten, dass sich bei den Edelmetallen eine Erholungsbewegung etablierte. Diese waren bisher immer gekennzeichnet von einerseits sehr ausgeprägten einzelnen Tagesschüben, die sich andererseits wieder durch eine Abfolge schwächerer Tage mit geringen Abgaben abwechselten. Von hohem Interesse ist der bevorstehende Wochenschluss bei beiden Edelmetallen Gold und Silber jedoch allemal.

Daher wollen wir uns nachfolgend der Beschau von Gold wie auch Silber widmen. Die getitelte Aussage im Sinne umgekehrter Verhältnisse bezieht sich auf den aktuellen Umstand, dass sich Silber bereits im Ausbruchsmodus befindet, hingegen Gold noch zögert. Silber diesmal als Vorläufer? Die Korrelation beider Edelmetalle bestätigt jedenfalls den unverändert großen Zusammenhang mit einer Kennzahl von +93 auf die letzten 100 Tageskerzen bezogen. Werte über +80 sprechen für eine hohe positive Korrelationsabhängigkeit.

Sofern sich Gold daher entschließen sollte ebenfalls weiter aufzudrehen, darf man sowohl vom großen Bruder wie auch vom kleinen in Form des Silbers noch wesentlich mehr erwarten. Worauf es dabei ankommt, lässt sich anhand der Wochencharts ablesen.

Beginnen wir jetzt mit dem Gold und den charttechnischen Tendenzen. Wir sehen hier im Wochenchartintervall seit dem Frühjahr des Jahres 2013 ein sich darstellendes fallendes Dreieck. Der Ausbruch im September läutete eigentlich die nächste Korrekturphase ein und somit hätte es prinzipiell weiter abwärts mit dem goldenen Metall gehen können. Wie man nunmehr jedoch sieht, wurde der erste Ausverkauf mit einer Art Hammerkerze umgekehrt und auch der nachfolgende Rückgang im November relativierte sich in der Vorwoche ohne neues Jahrestief sehr eindrucksvoll.

Einzig der klare Ausbruch über den Abwärtstrend seit dem Sommerhoch fehlt bislang zum Bullenglück und so darf man gespannt sein, ob hierbei der Goldpreis dem Silber folgt. Die Chancen weiterer Zugewinne wären bei einem möglichen Tages- und idealerweise Wochenschlusspreis oberhalb von 1.235 USD klar gegeben. Zugewinne bis zum Bereich der oberen Trendlinie des abwärtsgerichteten Dreiecks im Bereich von 1.290 USD wären in der Folge kaum auszuschließen. Dort angelangt, gilt es die Situation neu zu bewerten.

Klar kontraproduktiv wäre andererseits ein erneuter Schwächeanfall unter 1.190 USD einzustufen. Die Gefahr einer Korrekturfortsetzung inklusive neuer Jahrestiefs dann sichtlich erhöht.

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Weekly Chart - Created Using MT4-JFD-Brokers


Schauen wir jetzt auf den diesmaligen Vorläufer. Sofern der Silberpreis dieser Bürde gerecht wird, sollte sich der laufende Aufwärtsimpuls ohne weiteres bis zum Widerstand bei 18,74 USD fortsetzen können. Wirkliche Hürden befinden sich auf dem Weg dorthin nicht. Ein Sprung über diese Marke per Wochenschlusspreis dürfte sogar die nächste Erholungsstufe bis zum höher liegenden Widerstand bei 20,50 USD zünden. Spätestens dort sollten allerdings temporäre Gewinnmitnahmen nicht überraschen und doch wäre die Grundlage für eine mögliche Trendwende geschaffen.

Ähnlich wie beim Goldpreis könnte sich eine Rückkehr ins bärische Verhalten höchst negativ auswirken. Dieser Fall wäre bei Preisen unterhalb von der just in dieser Woche zurückeroberten Marke von 16,30 USD gegeben. Auch hier gilt, dass sich bei einem Tages- jedoch insbesondere Wochenschlusspreis unterhalb dieses Levels das Risiko weiterer Verluste einstellt. Das Niveau von 14,45 USD dürfe in der Folge rasch erreicht werden. Neue Jahrestiefs dann natürlich nicht ausgeschlossen.

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Daily Chart - Created Using MT4-JFD-Brokers


Veröffentlichung vom 12.12.2014


© Christian Kämmerer
Head of Research & Analysis JFD Brokers Germany
JFD Brokers - Just FAIR and DIRECT
www.jfdbrokers.com



Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert.



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