Silber-Münzen, historische

Auf dieser Seite sind historische Silbermünzen aufgeführt. Im Gegensatz zu den modernen Silbermünzen konnten diese in der damaligen Zeit nicht mit einer Feinheit von 999,9 hergestellt werden, sodass sie ein bis zwei weitere Legierungsmetalle aufweisen. Außerdem waren diese Münzen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, im Umlauf und weisen daher typische Umlauf-Gebrauchsspuren auf. Silberjäger, die nur auf den Preis schauen und Silber zum aktuellen Silberpreis ergattern wollen, kommen hier voll auf ihre Kosten.

 

5 Reichsmark (Deutsches Reich)

In den 1930er Jahren wurden 1-, 2-, 3- und 5-Reichsmark-Münzen geprägt, die jeweils einen unterschiedlichen Silbergehalt aufwiesen. Die 5-RM-Münzen besitzen eine Feinheit von 900, der restliche Anteil ist Kupfer. Es gab mehrere Motive, wobei für Silberfans die Motive "Garnisonskirche zu Potsdam" kurz "Garnisonskirche" sowie "Paul von Beckendorff und von Hindenburg" kurz "Hindenburg" interessant sind. Die Rückseiten der Münzen weisen zwei unterschiedliche Arten des Reichswappens (Adler), mit und ohne Hakenkreuz, auf. Versionen mit Hakenkreuz sind meist etwas teurer und schwieriger zu bekommen, da hier etwas größere Nachfrage (besonders aus den USA) zu verzeichnen ist. In der Randschrift ist zu lesen: "Gemeinnutz geht vor Eigentum". Der Entwurf der Münzmotive stammt von Prof. Alfred Vocke und Franz Krischker. Alle 6 deutschen Münzprägestätten prägten beide Münzen in beiden Varianten überwiegend jeweils in Millionenauflagen.

Die 5-Reichsmark-Münzen zählen, einmal von der Sondersituation und den speziellen Jahrgängen abgesehen, zur Massenware, die für Münzhändler wenig interessant ist. In den letzten Jahrzehnten wurden große Stückzahlen dieser Münzen eingeschmolzen. Obwohl die Münzen bereits seit mehr als 65 Jahren nicht mehr geprägt werden, tauchen immer wieder größere (Hortungs-)Bestände auf, sodass bei etwas Verhandlungsgeschick die Münzen um den aktuellen Silberpreis erworben werden können.

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5 Reichsmark Hindenburg 5 Reichsmark Garnisonskirche
Nennwert Bezeichnung Feinheit Silber Gesamt Abmaße MWSt.
5 RM Garnisonskirche 900 12,50 g 13,889 g 29,0 x 2,50 mm 16 %
5 RM Hindenburg 900 12,50 g 13,889 g 29,0 x 2,50 mm 16 %

 

Maria-Theresien-Taler (Österreich)

Maria Theresien TalerDer Maria-Theresien-Taler war die Währung des österreichischen Reichs und dessen Erbländern und in der Folge für den Handel mit der Levante (Teile der Türkei, des Libanon und Syrien) von großer Bedeutung. Der Silbertaler, auch "Levantiner-Taler" genannt, avancierte zur bekanntesten und beliebtesten Silbermünze im arabischen Raum. Um die große Nachfrage aus dem Mittelosten zu befriedigen, erlaubte Joseph II. nach dem Tod der habsburgischen Kaiserin Maria Theresia, dass die Handelsmünze mit der Jahreszahl 1780 in der Prägestätte zu Günzburg (damals eine vorderösterreichische Enklave (Markgrafschaft Burgau), heute Bayern), später auch in Prag, Mailand, Venedig, London, Bombay, Paris und Rom nachgeprägt werden durfte. Der Maria-Theresien-Taler war letztendlich so beliebt, dass er in seiner Form von 1780 bis ins 20. Jahrhundert in Mittelafrika und auf den arabischen Basaren eines der begehrtesten Zahlungsmittel blieb. Er war manchmal sogar das einzige von der Bevölkerung akzeptierte Zahlungsmittel. Am 1. November 1858 verlor der Maria-Theresien-Taler seine Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich. Dank eines kaiserlichen Patents aus dem Jahr 1857 und der derzeit gültigen Gesetze der Republik Österreich wird der "Levantinertaler" bis in die Gegenwart in Wien als Handelsmünze nachgeprägt.

Das Münzbild zeigt eine besonders opulente Darstellung der Büste der Kaiserin (1740-1780) mit der Umschrift (übersetzt: Maria Theresia von Gottes Gnaden, römische Kaiserin, Königin von Ungarn und Böhmen) und den Initialen S. F. für die beiden Münzbeamten. Das Revers zeigt den Doppeladler mit der Kaiserkrone über den Adlerköpfen, ein vierfach geteiltes Schild mit den Wappen von Ungarn, Böhmen, Burgund und Burgau, oberhalb des Schildes die Kronen von Ungarn und Böhmen sowie der Umschrift (übersetzt: Erzherzogin von Österreich, Herzogin von Burgund, Gräfin von Tirol 1780). In erhabener am Münzrand ersichtlich. Der Taler besaß eine Randriffelung und eine Rundschrift mit dem Wahlspruch der Kaiserin "Justitia et Clementia" (übersetzt: Gerechtigkeit und Milde), die das Manipulieren der Stücke verhindern sollte. Die Beständigkeit des Feingehalts (833 1/3 Silber, 166 2/3 Kupfer), die maximalen Schwankungen des Raugewichts mit +/-0,07 Gramm und das Münzbild haben zum Erfolg des Talers als eine der langlebigsten Silbermünzen der Münzgeschichte beigetragen. Zwischen 1751 und 2000 wurden weltweit ca. 389 Millionen Maria-Theresien-Taler geprägt, allein seit 1946 über 49 Millionen Exemplare von der Münze Wien.

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Nennwert Bezeichnung Feinheit Silber Gesamt Abmaße MWSt.
- Maria Theresien Taler 833 1/3 23,3890 g 28,0668 g 39,50 x 2,50 mm 16 %

 

 

Anmerkung/Hinweis:

  • Die genannten Abmaße der Münzen können leicht schwanken
  • MWSt.-Angaben gelten nur für Deutschland
  • Auflistung nicht vollständig
  • Farbe und Größe der abgebildeten Münzen sind nicht maßstabs- und farbgerecht

20. Juni 2013 - 13:20 Uhr   Seite aktualisieren