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US-Schuldengrenze, Angst vor einer Abstufungen und der US-Immobilienmarkt

27.09.2013  |  Hannes Huster
Wie bereits vor Wochen berichtet, entbricht nun die Diskussion um die Schuldenobergrenze in den USA erneut. Sie wurde bislang immer angehoben und so wird es auch diesmal kommen. Egal ob sich die USA das leisten können oder nicht, kein Politiker, auch nicht aus der Opposition, will gerne für die Zahlungsunfähigkeit der USA in die Geschichtsbücher eingehen. Ein kurzes und knackiges Interview von Peter Schiff zu dem Thema finden Sie unter folgendem Link: http://finance.yahoo.com

Nachfolgend ein interessanter Chartvergleich zwischen der Entwicklung des DEBT-Limits (US-Schuldenobergrenze) und dem Goldpreis:

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Seit 1997 bewegt sich Gold im relativen Gleichschritt mit der Verschuldung der USA nach oben. Seit 2012 gibt es aber eine starke Divergenz. Ob die USA ihre Schulden von knapp 17 Billionen USD in den nächsten Monaten um 15% (aktuelle Divergenz) zurückführen können oder ob es wahrscheinlicher ist, dass der Goldpreis wieder aufholt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Einen guten Artikel noch zur aktuellen Lage im US-Immobilienmarkt. Dieser befand sich zuletzt auf dem Wege der "Besserung", wobei man ernsthaft fragen muss, ob die wieder steigenden Immobilienpreise wirklich gut sind.

Denn die Preisanstiege werden zunehmend von spekulativem Kapital angeheizt. Es sind also nicht die solventen Bürger, die sich ein Eigenheim kaufen, sondern die Banken, die ihre überschüssige Liquidität im Sektor anlegen und versuchen die Immobilien mit Gewinnen wieder zu verkaufen.

Einen Artikel hierzu finden Sie bei der ZEIT: Die Spekulanten sind zurück

Jetzt muss man sich bewusst machen, auf welchem Fundament die Erholung begründet ist. Die Immobilienpreise steigen, da Banken und Spekulanten einsteigen um Gewinne zu erwirtschaften. Die Zinsen sind niedrig, die Liquidität bei den Banken hoch.

Es handelt sich aber wieder um eigentliche Schrottimmobilien und keine hochkarätigen Bürokomplexe in Metropolen, welche man zumindest ansatzweise gut bewerten könnte. Der große "Kick" für die Banken ist aber folgender. Die FED kauft pro Monat immobilienbesicherte Anleihen im Gegenwert von 40 Milliarden USD. Das macht im Jahr 480 Milliarden USD, etwa 80 Milliarden USD mehr, als das Bruttoinlandsprodukt von Österreich im vergangenen Jahr!

Die Banken kaufen sich also diese Schrottimmobilien ein, verbriefen sie über diverse Anleihen und laden sie dann bei der FED ab. Ein Traum von einem Geschäftsmodell! Kaufe wertlosen Mist und verkaufe anschließend an die Notenbank. Risiko derzeit gleich Null, Rendite extrem hoch!

Es ist ja nicht so, dass wir diese Spielchen nicht schon einmal hatten, doch man sieht, wie wenig aus der Vergangenheit gelernt wurde. Die FED unterstützt die Spielchen der Banken (kein Wunder, die FED gehört den Banken und nicht dem Staat) und wird sich dann wieder verwundert zeigen, wenn die Blase erneut platzt.

Ohnehin haben die Banken seit der LEHMAN-Pleite in der Nahrungskette einen mächtigen Sprung nach oben gemacht. War eine Bank vor 20 Jahren noch Mittel zum Zweck, ist heute jedes popelige Kreditinstitut "to big to fail".

Kein Wunder, wenn die Risiken nicht mehr kontrolliert werden können und das Derivatevolumen vollkommen außer Kontrolle geraten ist. In den Büchern aller Großbanken verstecken sich OTC-Geschäfte, Absicherungs- oder Hebelgeschäfte, die bei jeder "falschen" Entwicklung zig Milliarden vernichten.

Interessant in diesem Zusammenhang der neue Vorschlag der EU-Kommission. Es soll mal wieder ein neuer Bankenrettungsfonds mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro aufgelegt werden. Sicherlich sind 50 Milliarden Euro ein Witz im Vergleich zur US-FED, die diese Summe zum 20. jeden Monats bereits in den Markt gepumpt hat.

Doch man will natürlich gerüstet sein und vermutlich sind schon die ersten europäischen Banken wieder in Gefahr. Zuletzt machte sich Draghi bereits neue Gedanken, wie er die Liquidität im Bankensektor wieder erhöhen kann. Die Banken haben begonnen, ihre Kredite bei der EZB zurückzubezahlen und dieser eigentlich positive Schritt, treibt Draghi die Sorgenfalten ins Gesicht.


© Hannes Huster
Quelle: Auszug aus dem Börsenbrief "Der Goldreport"


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