Eine unheilige Allianz zwischen Rohstoffen und Bonds
17.10.2007 | Greg Silberman
Die stark positive Korrelation zwischen Bonds und Rohstoffen schafft eine unheilvolle Allianz und verunsichert Investoren.
Wie eigenartig es an den Märkten zugeht! Gerade hatten wir geglaubt, wir hätten alles überblickt - gerade als wir überzeugt waren, dass die Inflation Oberhand gewinnt, unterlaufen diese verdammten Treasury Bills unsere Hypothese.
Zurzeit scheint sich eine eigenartige und fast schon unheilvolle Allianz zwischen Bonds und Rohstoffen zu etablieren.
Chart 1 - Preis für US-Treasury-Bonds mit 10 jähriger Laufzeit vs. Rohöl (grün)
Unserer Theorie zufolge tragen die steigenden Rohstoffpreise (in unserem Beispiel haben wir Rohöl verwendet) gleichzeitig auch zur Preisinflation bei. Bei steigenden Preisen für Rohmaterialien stellt sich demzufolge auch ein erhöhtes allgemeines Preisniveau ein.
Die Märkte für festverzinsliche Papiere müssten extremst empfindlich auf Preisinflation reagieren. Die Bonds müssten eigentlich die Preisinflation aufsaugen und die Zinssätze sollten dann schnell ansteigen, um den Effekt ansteigender Preisinflation auszugleichen.
Daher ist es auch eine Binsenweisheit, dass sich Rohstoffe entgegengesetzt zu den Bonds bewegen müssten.
Der oben gezeigte Chart sagt jedoch etwas ganz anderes. Zu bestimmten Zeiten - zwischen November 2006 und Februar 2007 sowie zwischen Juni 2007 und September 2007 - bewegten sich Öl und Bonds in dieselbe Richtung. Öl stieg aufgrund von Ängsten gegenüber Inflation und die Bonds aufgrund der Flucht in die Sicherheit - à la Credit Crunch.
Auch wenn wir über die Ursachen und die Dauer der gemeinsamen Bewegung nur spekulieren können (vielleicht Schuldenmonetisierung / eine anhaltende Flucht vor dem Einbruch am Immobilienmarkt), so sind wir auf langfristige Sicht ziemlich sicher, dass sie sich voneinander abkoppeln und getrennte Wege gehen werden.
Chart 2 - Langfristiger Chart mit Bonds und Öl in negativer Korrelation
In Anbetracht einer US-Notenbank, die einen Hang zur Zinssatzsenkung hat und diese auch will, gehen wir davon aus, dass es sich am Ende auszahlt, beim Öl lang zu sein und short bei den US-Treasury-Bonds.
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© Greg Silberman CA(SA), CFA
http://blog.goldandoilstocks.com, greg@goldandoilstocks.com
Wie eigenartig es an den Märkten zugeht! Gerade hatten wir geglaubt, wir hätten alles überblickt - gerade als wir überzeugt waren, dass die Inflation Oberhand gewinnt, unterlaufen diese verdammten Treasury Bills unsere Hypothese.
Zurzeit scheint sich eine eigenartige und fast schon unheilvolle Allianz zwischen Bonds und Rohstoffen zu etablieren.
Chart 1 - Preis für US-Treasury-Bonds mit 10 jähriger Laufzeit vs. Rohöl (grün)
Unserer Theorie zufolge tragen die steigenden Rohstoffpreise (in unserem Beispiel haben wir Rohöl verwendet) gleichzeitig auch zur Preisinflation bei. Bei steigenden Preisen für Rohmaterialien stellt sich demzufolge auch ein erhöhtes allgemeines Preisniveau ein.
Die Märkte für festverzinsliche Papiere müssten extremst empfindlich auf Preisinflation reagieren. Die Bonds müssten eigentlich die Preisinflation aufsaugen und die Zinssätze sollten dann schnell ansteigen, um den Effekt ansteigender Preisinflation auszugleichen.
Daher ist es auch eine Binsenweisheit, dass sich Rohstoffe entgegengesetzt zu den Bonds bewegen müssten.
Der oben gezeigte Chart sagt jedoch etwas ganz anderes. Zu bestimmten Zeiten - zwischen November 2006 und Februar 2007 sowie zwischen Juni 2007 und September 2007 - bewegten sich Öl und Bonds in dieselbe Richtung. Öl stieg aufgrund von Ängsten gegenüber Inflation und die Bonds aufgrund der Flucht in die Sicherheit - à la Credit Crunch.
Auch wenn wir über die Ursachen und die Dauer der gemeinsamen Bewegung nur spekulieren können (vielleicht Schuldenmonetisierung / eine anhaltende Flucht vor dem Einbruch am Immobilienmarkt), so sind wir auf langfristige Sicht ziemlich sicher, dass sie sich voneinander abkoppeln und getrennte Wege gehen werden.
Chart 2 - Langfristiger Chart mit Bonds und Öl in negativer Korrelation
In Anbetracht einer US-Notenbank, die einen Hang zur Zinssatzsenkung hat und diese auch will, gehen wir davon aus, dass es sich am Ende auszahlt, beim Öl lang zu sein und short bei den US-Treasury-Bonds.
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