Günstiges Preisniveau sichern
28.11.2008 | Dr. Frank Schallenberger
Noch im Juli markierte der Ölpreis beim Stand von knapp 150 Dollar pro Barrel ein neues Rekordhoch. Danach folgte ein jäher Absturz. Die Ursache der heftigen Korrektur war vor allem die Ausweitung der Finanzkrise und die damit verbundenen Sorgen um den Zustand der Weltkonjunktur. Seit dem Rekordstand hat der Ölpreis in etwas mehr als vier Monaten rund 65% eingebüßt. Tatsächlich hat der Preisrutsch an den Märkten in den letzten Monaten nicht nur Öl getroffen. Quer durch alle Rohstoffsektoren sind die Notierungen sehr stark eingebrochen.
Die relativ robuste Konjunkturentwicklung in wichtigen Nachfrageländern wie China und Indien dürfte jedoch einen markanten Einbruch der weltweiten Roh-stoffnachfrage verhindern. Daneben sollte ein Rückgang auf der Angebotsseite in den kommenden Monaten dafür sorgen, dass sich die Rohstoffpreise stabilisieren. So hat die OPEC seit Mitte September bereits zwei deutliche Förderkürzungen beschlossen. Weitere Schritte des Ölkartells noch in diesem Jahr sind sehr wahrscheinlich. Bei vielen Industriemetallen liegen die Grenzkosten der Produktion schon deutlich über den aktuellen Marktpreisen, so dass auch hier das Angebot in den nächsten Monaten erheblich schrumpfen dürfte. Kurzfristig sollten die Rohstoffpreise damit einen Boden ausbilden. Sofern sich die Schwellenländer im Jahr 2009 weiter gegen die Konjunkturschwäche in Europa und den USA stemmen, dürften die Rohstoffpreise vom aktuellen Niveau auf 12-Monatssicht mindestens um 30% zulegen. Für Anleger, die vom niedrigen Preisniveau bei Rohstoffen profitieren wollen, könnte sich daher ein Investment in ein Rohstoff-Zertifikat oder einen Rohstoff-Fonds mittelfristig auszahlen. Wer aus gewerblicher Sicht auf Rohstoffe als Inputfaktor in der Produktion angewiesen ist, sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, sich das günstige Preisniveau auf längere Sicht abzusichern.
© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
Die relativ robuste Konjunkturentwicklung in wichtigen Nachfrageländern wie China und Indien dürfte jedoch einen markanten Einbruch der weltweiten Roh-stoffnachfrage verhindern. Daneben sollte ein Rückgang auf der Angebotsseite in den kommenden Monaten dafür sorgen, dass sich die Rohstoffpreise stabilisieren. So hat die OPEC seit Mitte September bereits zwei deutliche Förderkürzungen beschlossen. Weitere Schritte des Ölkartells noch in diesem Jahr sind sehr wahrscheinlich. Bei vielen Industriemetallen liegen die Grenzkosten der Produktion schon deutlich über den aktuellen Marktpreisen, so dass auch hier das Angebot in den nächsten Monaten erheblich schrumpfen dürfte. Kurzfristig sollten die Rohstoffpreise damit einen Boden ausbilden. Sofern sich die Schwellenländer im Jahr 2009 weiter gegen die Konjunkturschwäche in Europa und den USA stemmen, dürften die Rohstoffpreise vom aktuellen Niveau auf 12-Monatssicht mindestens um 30% zulegen. Für Anleger, die vom niedrigen Preisniveau bei Rohstoffen profitieren wollen, könnte sich daher ein Investment in ein Rohstoff-Zertifikat oder einen Rohstoff-Fonds mittelfristig auszahlen. Wer aus gewerblicher Sicht auf Rohstoffe als Inputfaktor in der Produktion angewiesen ist, sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, sich das günstige Preisniveau auf längere Sicht abzusichern.
© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
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