Infografik: Die Hyperinflation in Venezuela und in der Weimarer Republik
03.07.2016 | Redaktion
Auf der Webseite The Visual Capitalist wurde kürzlich eine Infografik veröffentlicht, die den bisherigen Verlauf der Hyperinflation in Venezuela anschaulich darstellt und mit der Entwicklung Anfang der 1920er Jahre in der Weimarer Republik vergleicht.
Die Ähnlichkeiten sind verblüffend: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nahm die Preissteigerung in Deutschland mit einer zweistelligen Inflationsrate ihren Anfang. Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation lag die Teuerungsrate bei unvorstellbaren 3,5 Milliarden %. Auch in Venezuela begann die Inflationsrate zwischen 2013 und 2014 zu steigen, lag aber mit 63% im Jahr 2014 immer noch im zweistelligen Bereich. Im vergangenen Jahr erhöhte sich dieser Wert dem Artikel zufolge jedoch auf 275% und für dieses Jahr rechnet der IWF mit einer Inflation von 481%. Bis Ende 2017 soll die Rate den Schätzungen zufolge bis auf erschreckende 1.642% klettern.
Da ein Wertverfall dieses Ausmaßes schwer zu begreifen ist, gibt The Visual Capitalist zur Veranschaulichung zudem die Entwicklung des Wechselkurses an. Demzufolge bekam man 2012 für einen US-Dollar rund vier venezolanische Bolivar, doch Ende 2015 wurde der Dollar auf dem Schwarzmarkt bereits zum Kurs von 1:900 getauscht. Wenn der IWF mit seinen Schätzungen recht behält, wird man 2017 mit einem Dollar unglaubliche 90.000 Bolivar kaufen können.
Wie es in Venezuela anschließend weitergeht, ist nicht vorhersehbar. Es ist äußerst fraglich, ob man der Hyperinflation erlauben wird, das gleiche Ausmaß zu erreichen, wie das vor knapp 100 Jahren in der Weimarer Republik der Fall war. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht.
© Redaktion GoldSeiten.de
Die Ähnlichkeiten sind verblüffend: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nahm die Preissteigerung in Deutschland mit einer zweistelligen Inflationsrate ihren Anfang. Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation lag die Teuerungsrate bei unvorstellbaren 3,5 Milliarden %. Auch in Venezuela begann die Inflationsrate zwischen 2013 und 2014 zu steigen, lag aber mit 63% im Jahr 2014 immer noch im zweistelligen Bereich. Im vergangenen Jahr erhöhte sich dieser Wert dem Artikel zufolge jedoch auf 275% und für dieses Jahr rechnet der IWF mit einer Inflation von 481%. Bis Ende 2017 soll die Rate den Schätzungen zufolge bis auf erschreckende 1.642% klettern.
Da ein Wertverfall dieses Ausmaßes schwer zu begreifen ist, gibt The Visual Capitalist zur Veranschaulichung zudem die Entwicklung des Wechselkurses an. Demzufolge bekam man 2012 für einen US-Dollar rund vier venezolanische Bolivar, doch Ende 2015 wurde der Dollar auf dem Schwarzmarkt bereits zum Kurs von 1:900 getauscht. Wenn der IWF mit seinen Schätzungen recht behält, wird man 2017 mit einem Dollar unglaubliche 90.000 Bolivar kaufen können.
Wie es in Venezuela anschließend weitergeht, ist nicht vorhersehbar. Es ist äußerst fraglich, ob man der Hyperinflation erlauben wird, das gleiche Ausmaß zu erreichen, wie das vor knapp 100 Jahren in der Weimarer Republik der Fall war. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht.
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