Die zwei Gesichter der Deflation
12.12.2016 | Christian Vartian
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wegen des Nichttaperns der Bank of Japan der JPY derzeit im Überschuß,und es ist sogar so, dass der Mangel oder Überschuß an Gold und JPY seit 15 Monaten etwa konstant ist:
In JPY gibt es keine Gold Rally noch Korrektur seit Sommer 2015, sondern eine Stagnation. Auch Staatsanleihen werden laufend gefördert und sie sinken:
3) Vergleicht man nun die Summe der Marktkapitalisierung an Assets die sinken (Anleihen, EUR, JPY, Rupie, Lira, Yuan, Gold ...) mit der Marktkapitalisierung an Assets, die steigen, dann fällt auf, dass viel mehr sinkt als steigt.
Folglich sind wir in einer Mangelsituation beim Nenner. Der Nenner ist Geld und einen Mangel an Geld nennt man DEFLATION. The Risk is on, würde ich sagen, was sich vom allseits lesbaren Risk On diametral unterscheidet.
Machen wir den Fundamental-Check:
- Der USD steigt rasant, das ist GIFT für die US- Wirtschaft,
- Die staatlichen Nachfragestimuli der Administration Trump gibt es noch nicht, weil diese Administration noch gar nicht im Amt ist geschweige denn Gesetze durch das US- Parlament gebracht hat, welche man für staatliche Nachfragestimuli, Steuersenkungen, Entfesselung des privatbanklichen Kreditmultiplikators, Importhemmnisse….aber braucht. Das ist alles gesetzlich und geht mit einer Exekutivanweisung (mit Regierungshandeln alleine) nicht.
- Die US Lohnkosten steigen zudem, das ist derzeit über Preiserhöhungen nicht einholbar;
- Die aktuelle US- Administration inkl. der FED schert sich nicht um Pläne der Nachfolgeregierung und verknappt weiter USD, bzw. könnte die FED die Zinsen erhöhen, was den Steigflug des USD noch beschleunigt und zudem über eine komplexe Schätzformel wie eine emulierte Geldmengenreduktion wirkt, bei ohnehin schon vorhandenem Mangel;
- Die EZB geht angesichts von Geldknappheit, voran aber nicht nur in ihrem Wirkungsbereich nun auf Taper- Kurs, will daher, das, was sie "Stimulus" nennt, in 2017 zurückfahren. Ich definiere den Ankauf von Staatsanleihen durch die Zentralbank nicht als Stimulus, sondern als Verbrauch. Neue Schulden schaffen Staatsanleihen, wenn diese keiner verbraucht, was nur die Notenbank kann, dann können diese entweder vom privaten Sektor Geld absaugen (das zweite Mal nach der Steuer) oder sinken.