Bitcoin - Ausbruch steht vermutlich unmittelbar bevor
08.05.2020 | Florian Grummes
1. Rückblick
In unserer letzten Bitcoin-Analyse gingen wir bei einem Preis um 6.700 USD von einer Fortsetzung der Erholung bis ca. 8.000 USD aus. Dazu kam es letztlich auch. Allerdings zog sich die Erholung doch über einige Woche hin, in denen die Notierungen meist nur langsam nach oben krochen. Erst mit dem Überspringen der Abwärtstrendlinie bei 7.150 USD kam am 23. April richtig Bewegung in den Markt.
Seitdem konnten sich die bullischen Kräfte klar durchsetzen und den Bitcoin zuletzt mit 9.442 USD auf den höchsten Stand seit Ende Februar treiben. Damit hat der Bitcoin alle Verluste aus dem Crash Mitte März wieder aufgeholt und präsentiert sich im Vergleich zu fast allen anderen Assetklassen sehr stark.
Neben dem technischen Ausbruch über 7.150 USD sind die Gründe für die fulminante Erholung Anstieg in den letzten Wochen vor allem im anstehenden Bitcoin Halving sowie den noch nie gesehenen globalen Geldmengenausweitungen zu finden. Durch die Corona Krise ist die Welt definitiv eine andere geworden. Unendlich viele Klein- und Großunternehmen sind nun komplett abhängig von der Finanzierung durch die Staatskasse, dazu kommt ein Millionenheer an neuen Arbeitslosen. An jeder Ecke finden sich Überkapazitäten, die den kranken Rausch der letzten Jahrzehnte reflektieren.
Mit ihren Bilanzmaßnahmen übertreffen die Notenbanken schon jetzt alles Dagewesenen, am Ende werden aber auch sie feststellen müssen, dass man mit dem bloßen Gelddrucken keinen Wohlstand erschaffen kann.
Vielmehr wird der dramatische Anstieg der Schulden über kurz oder lang die Kaufkraft von Euros und Dollars extrem entwerten. So plant das US-Finanzministerium zwischen April und Juni eine neue Rekordkreditaufnahme in Höhe von 3 Bio. USD, um die enormen Coronavirus-Kosten bezahlen zu können. Für das 3. Quartal sind weitere 677 Mrd. USD geplant. Im vergangenen Jahr wurden bereits 1,28 Billionen neue Schulden gemacht. Diese Rechnung zahlen am Ende die Bürger und Steuerzahler.
Vorausdenkende Anleger stürmten daher in den letzten Wochen in den sicheren Hafen Gold. Beim Bitcoin war eine Fluchtbewegung trotz relativer Stärke bislang nicht wirklich zuerkennen. Vielmehr korrelierte die Kryptowährung in den letzten Wochen deutlich stärker mit den Aktienmärkten als sonst.
2. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar
Seit dem Tief bei knapp 3.800 USD am 12. März konnte der Bitcoin in den letzten acht Wochen um 136% bis auf 9.441 USD ansteigen. Diese V-förmige Erholung führt den Bitcoin in diesen Tagen an die langjährige ehemalige Aufwärtstrendlinie von unten ran. Der Bruch dieser Trendlinie sorgte vor zwei Monaten für den Crash bis auf 3.800 USD. Ein direktes Überschreiten dieses Widerstandes wäre eher eine Überraschung.
In unserer letzten Bitcoin-Analyse gingen wir bei einem Preis um 6.700 USD von einer Fortsetzung der Erholung bis ca. 8.000 USD aus. Dazu kam es letztlich auch. Allerdings zog sich die Erholung doch über einige Woche hin, in denen die Notierungen meist nur langsam nach oben krochen. Erst mit dem Überspringen der Abwärtstrendlinie bei 7.150 USD kam am 23. April richtig Bewegung in den Markt.
Seitdem konnten sich die bullischen Kräfte klar durchsetzen und den Bitcoin zuletzt mit 9.442 USD auf den höchsten Stand seit Ende Februar treiben. Damit hat der Bitcoin alle Verluste aus dem Crash Mitte März wieder aufgeholt und präsentiert sich im Vergleich zu fast allen anderen Assetklassen sehr stark.
© Holger Zschaepitz @Schuldensuehner, 5. Mai 2020
Neben dem technischen Ausbruch über 7.150 USD sind die Gründe für die fulminante Erholung Anstieg in den letzten Wochen vor allem im anstehenden Bitcoin Halving sowie den noch nie gesehenen globalen Geldmengenausweitungen zu finden. Durch die Corona Krise ist die Welt definitiv eine andere geworden. Unendlich viele Klein- und Großunternehmen sind nun komplett abhängig von der Finanzierung durch die Staatskasse, dazu kommt ein Millionenheer an neuen Arbeitslosen. An jeder Ecke finden sich Überkapazitäten, die den kranken Rausch der letzten Jahrzehnte reflektieren.
Mit ihren Bilanzmaßnahmen übertreffen die Notenbanken schon jetzt alles Dagewesenen, am Ende werden aber auch sie feststellen müssen, dass man mit dem bloßen Gelddrucken keinen Wohlstand erschaffen kann.
© Holger Zschaepitz @Schuldensuehner, 4. Mai 2020
Vielmehr wird der dramatische Anstieg der Schulden über kurz oder lang die Kaufkraft von Euros und Dollars extrem entwerten. So plant das US-Finanzministerium zwischen April und Juni eine neue Rekordkreditaufnahme in Höhe von 3 Bio. USD, um die enormen Coronavirus-Kosten bezahlen zu können. Für das 3. Quartal sind weitere 677 Mrd. USD geplant. Im vergangenen Jahr wurden bereits 1,28 Billionen neue Schulden gemacht. Diese Rechnung zahlen am Ende die Bürger und Steuerzahler.
Vorausdenkende Anleger stürmten daher in den letzten Wochen in den sicheren Hafen Gold. Beim Bitcoin war eine Fluchtbewegung trotz relativer Stärke bislang nicht wirklich zuerkennen. Vielmehr korrelierte die Kryptowährung in den letzten Wochen deutlich stärker mit den Aktienmärkten als sonst.
2. Chartanalyse Bitcoin in US-Dollar
Quelle: Tradingview
Seit dem Tief bei knapp 3.800 USD am 12. März konnte der Bitcoin in den letzten acht Wochen um 136% bis auf 9.441 USD ansteigen. Diese V-förmige Erholung führt den Bitcoin in diesen Tagen an die langjährige ehemalige Aufwärtstrendlinie von unten ran. Der Bruch dieser Trendlinie sorgte vor zwei Monaten für den Crash bis auf 3.800 USD. Ein direktes Überschreiten dieses Widerstandes wäre eher eine Überraschung.