Das Schuldenfiasko und die kommende Krise
24.05.2016 | Mark J. Lundeen
Der Aktienindex Dow Jones und die allgemeinen Aktienmärkte machen Tag für Tag einen schlechteren Eindruck. Heute verlor erstmals seit Oktober 2008 wieder ein 52-Wochen-Hoch seine Gültigkeit, ohne dass innerhalb dieser 52 Wochen ein neues Hoch erreicht wurde.
Während einer Hausse sollte so etwas eigentlich nicht passieren. Seit dem Ende der dritten Runde quantitativer Lockerungen (QE3) durch die US-Notenbank Fed fehlt den Bullen die Grundvoraussetzung für weitere Aufwärtsbewegungen an den Märkten (d. h. die "Liquiditätsspritzen" der Federal Reserve in das Finanzsystem).
Im obenstehenden Chart ist zu erkennen, dass der Dow Jones sein letztes 52-Wochen-Tief Anfang Februar dieses Jahres verzeichnete. Kurz darauf bestimmten neue 52-Wochen-Hochs wieder das Bild an der NYSE. Das ist gut, doch wie der eingekreiste Bereich im folgenden Chart zeigt, reichte das nicht aus, um das Verhältnis zwischen Kurshochs und -tiefs an der New Yorker Börse auf mehr als 10% steigen zu lassen.
Nachdem dieses Verhältnis im letzten Sommer gleich zweimal auf unter -40% gefallen war, wäre mit einer stärkeren Erholung zu rechnen gewesen. Es ist noch zu früh, um einen Nachruf auf den Aufschwung an den Börsen nach der Kreditkrise zu verfassen, aber wenn das Verhältnis zwischen Hochs und Tiefs nicht auf über 10% steigen kann, wie das nach einer deutlichen Korrektur zu erwarten gewesen wäre, ist das ein Anzeichen für die allgemeine Schwäche des Marktes. Abgesehen von den Aktien der Minengesellschaften will ich mit den Aktienmärkten unter diesen Umständen nichts zu tun haben.
Der Goldkurs steht seit Ende April unter Druck, doch nach den starken Gewinnen, die auf die Tiefs vom letzten Dezember folgten, kommt das nicht unbedingt überraschend. Solange der Preis des Edelmetalls nicht unter das April-Tief bei 1.215 Dollar fällt, werde ich die bullische Box-Formation im untenstehenden Chart offen lassen. Heute schloss Gold bei 1.251,90 Dollar. Wenn die Bären denken, dass sie den Preis wieder in den Bereich von 1.100 Dollar drücken können, dann liegt die Beweislast eindeutig bei ihnen.
Kommen wir nun zur Stufensumme und dem "15 Count" von Gold, dargestellt in der folgenden Tabelle. Der 15 Count, d. h. die Zahl der Tage mit Kursgewinnen minus die Zahl der Tage mit Verlusten innerhalb der letzten 15 Tage, lag Ende letzter Woche bei -3. In den vergangenen 15 Tagen schloss der Goldkurs folglich an neun Tagen im Minus und an nur sechs Tagen im Plus. Beim Silberkurs sind diese Maßzahlen deutlich besser als bei Gold (mehr Tage mit Kursgewinnen), doch der Preistrend zeigt dennoch nicht die Entwicklung, die wir gern sehen möchten.
Während einer Hausse sollte so etwas eigentlich nicht passieren. Seit dem Ende der dritten Runde quantitativer Lockerungen (QE3) durch die US-Notenbank Fed fehlt den Bullen die Grundvoraussetzung für weitere Aufwärtsbewegungen an den Märkten (d. h. die "Liquiditätsspritzen" der Federal Reserve in das Finanzsystem).
Im obenstehenden Chart ist zu erkennen, dass der Dow Jones sein letztes 52-Wochen-Tief Anfang Februar dieses Jahres verzeichnete. Kurz darauf bestimmten neue 52-Wochen-Hochs wieder das Bild an der NYSE. Das ist gut, doch wie der eingekreiste Bereich im folgenden Chart zeigt, reichte das nicht aus, um das Verhältnis zwischen Kurshochs und -tiefs an der New Yorker Börse auf mehr als 10% steigen zu lassen.
Nachdem dieses Verhältnis im letzten Sommer gleich zweimal auf unter -40% gefallen war, wäre mit einer stärkeren Erholung zu rechnen gewesen. Es ist noch zu früh, um einen Nachruf auf den Aufschwung an den Börsen nach der Kreditkrise zu verfassen, aber wenn das Verhältnis zwischen Hochs und Tiefs nicht auf über 10% steigen kann, wie das nach einer deutlichen Korrektur zu erwarten gewesen wäre, ist das ein Anzeichen für die allgemeine Schwäche des Marktes. Abgesehen von den Aktien der Minengesellschaften will ich mit den Aktienmärkten unter diesen Umständen nichts zu tun haben.
Der Goldkurs steht seit Ende April unter Druck, doch nach den starken Gewinnen, die auf die Tiefs vom letzten Dezember folgten, kommt das nicht unbedingt überraschend. Solange der Preis des Edelmetalls nicht unter das April-Tief bei 1.215 Dollar fällt, werde ich die bullische Box-Formation im untenstehenden Chart offen lassen. Heute schloss Gold bei 1.251,90 Dollar. Wenn die Bären denken, dass sie den Preis wieder in den Bereich von 1.100 Dollar drücken können, dann liegt die Beweislast eindeutig bei ihnen.
Kommen wir nun zur Stufensumme und dem "15 Count" von Gold, dargestellt in der folgenden Tabelle. Der 15 Count, d. h. die Zahl der Tage mit Kursgewinnen minus die Zahl der Tage mit Verlusten innerhalb der letzten 15 Tage, lag Ende letzter Woche bei -3. In den vergangenen 15 Tagen schloss der Goldkurs folglich an neun Tagen im Minus und an nur sechs Tagen im Plus. Beim Silberkurs sind diese Maßzahlen deutlich besser als bei Gold (mehr Tage mit Kursgewinnen), doch der Preistrend zeigt dennoch nicht die Entwicklung, die wir gern sehen möchten.