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Edelmetall- & Minenbericht vom 11.11.2004

11.11.2004  |  Martin Siegel
Der Goldpreis stieg im gestrigen europäischen Handel auf ein neues Jahreshoch bei 437 $/oz, wurde im anschließenden New Yorker Handel wieder auf 432 $/oz gedrückt. Heute morgen notiert der Goldpreis im Handel in Sydney und Hongkong um die Marke von 433 $/oz auf dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit uneinheitlich, wobei die nordamerikanischen Werte zu leichten Gewinnmitnahmen neigen. Mit der Stabilisierung des Goldpreises über der 430 $/oz-Marke bei einer etwas freundlicheren Entwicklung des US- Dollars bleibt der kurzfristige Ausblick für den Goldmarkt positiv. Sollte sich der Goldpreis von der Entwicklung des US-Dollars in den nächsten Tagen weiter lösen und auf Eurobasis die wichtige Marke von 11.300 Euro/kg durchbrechen können, ist mit einer weltweiten Beschleunigung der Goldhausse zu rechnen.

Mittelfristig wird der Goldpreis durch eine breit angelegte Aufwärtsentwicklung der Basismetallpreise und des Silberpreises unterstützt, der sich über die Marke von 7,40 $/oz befestigen konnte (aktueller Preis 7,41 $/oz). Parallel zu dieser Entwicklung konnten in den letzten Wochen massive Vermarktungsaktivitäten im Basismetallbereich (z.B. Einrichtung der Videotextseite 303 auf n-tv, Artikel in der Welt vom 29.09.04: "Rohstoffe versprechen auch 2005 Gewinne", Handelsblatt vom 30.03.04: Fachleute rechnen mit Nickelverknappung, Preis dürfte weiter steigen, Welt vom 05.10.04: "Goldpreis steht kurz vor einem 15-Jahres-Hoch", Handelsblatt vom 26.10.04: Merrill Lynch prognostiziert weiteren Anstieg des Goldpreises, Welt vom 09.11.04: "Gold profitiert von der Wiederwahl Bushs") beobachtet werden, die darauf hindeuten, daß dieser Bereich demnächst weltweit "gespielt" werden könnte, was sich wiederum positiv auf den Goldbereich auswirken dürfte. Ein Anstieg des Goldpreises in Richtung 450 $/oz erscheint in den nächsten Wochen möglich.

Mit dem Anstieg des Goldpreises auf über 420 $/oz hat sich die Gefahr verringert, (aktuelle Wahrscheinlichkeit (20:80), daß der Goldpreis durch gezielte Manipulationseingriffe der Zentralbanken, insbesondere durch Goldverleihungen der Bank of England unter den langfristigen Aufwärtstrend bei 390 $/oz gedrückt werden könnte (vgl. Leitartikel in: Goldmarkt, Ausgabe 10/04). Von der IWF-Tagung gab es trotz einiger Ankündigungen keine Veröffentlichungen zu vorgesehenen Goldverkäufen, so daß offen bleibt, ob die Zentralbankverkäufe den Rahmen des verlängerten Washingtoner Agreements on Gold (WAG) von jährlichen Verkäufen von 600 t ausfüllen werden. Der langfristige Ausblick bleibt unverändert positiv.

Im nordamerikanischen Handel fiel der xau-Goldminenindex um 0,8 % oder 0,8 auf 105,5 Punkte. Bei den Standardwerten gaben Iamgold 4,8%, Freeport 2,9% und Barrick 2,8% nach. Bei den kleineren Werten verloren Thistle 8,3%, Zaruma 7,4%, Richmont 3,7% (Vortag +5,6%), Gabriel 3,6% (Vortag +7,6%), Eldorado und Northgate jeweils 3,3%. Gegen den Trend konnten Queenstake um 1,7% und Wheaton River um 1,0% leicht zulegen.

Die südafrikanischen Werte entwickelten sich im New Yorker Handel freundlicher. Harmony stiegen um 3,1% und Gold Fields um 2,8%.

Die australischen Goldminenaktien zeigten sich heute morgen erneut uneinheitlich. Bei den Produzenten verloren Lihir 4,6% und Dioro 4,2% (Vortag +9,1%). Sedimentary konnte 4,9% zulegen (Vortag -7,6%). Bei den Explorationswerten gewannen Austindo 9,1%, Midas 7,7%, Northern Gold 7,1% und Sipa 4,4%. De Grey gaben um 4,8% und Oroya 4,1% (Vortag +19,5%) nach. Bei den Basismetallwerten gewannen Perilya 3,8% und Jubilee 3,5%. Sally Malay fiel um 4,8% (Vortag +9,5%) zurück.


© Martin Siegel
www.goldhotline.de
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