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Der Bitcoin - Nur ein Strohfeuer oder eine Alternative zu Gold?

28.05.2018  |  Martina Fischer
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Die Fertigung von Elektronikprodukten in den USA erreichte im März ein Allzeithoch, gleichzeitig erreichte die Produktion in Japan den höchsten Wert seit 10 Jahren, der gerade mal 3% unter dem Hoch von 2007 lag. China verzeichnete im März erstmals nach vierzehn aufeinander folgenden Wachstumsmonaten einen Rückgang der Exporte von elektrischen und elektronischen Güter, nachdem die US Strafzölle anfingen, sich auf den Markt auszuwirken. Der Rückgang beträgt im Vorjahresvergleich jedoch nur 2,3%.

Mit fast einem Viertel der Gesamtnachfrage steht die Elektroindustrie für den größten Anteil der Silbernachfrage. Zudem wird erwartet, dass die Nachfrage nach Elektronikartikeln in den neuen Märkten steigen wird, der IWF rechnet dort mit einem Wachstum des BIPs von 5% in 2018 und 2019.

Platin

Das steigende Interesse und Engagement chinesischer Nutzfahrzeughersteller an neuer Technologie hat zur Einführung von wasserstoffbasierten Brennstoffzellenbussen in Chengdu geführt. Teilnehmer der Oxford Platinum Lectures konnten im Vortrag von Graham Cooley, dem Geschäftsführer von ITM Power, von den besonderen Vorteilen erfahren, die der Brennstoffzellen-Antrieb auf dem Weg zu emissionsfreien Fahrzeugen speziell dieser Fahrzeugklasse zu bieten hat.

Die längere Reichweite und das schnellere Betanken sind vermutlich die offensichtlichsten Vorteile. Doch die Trennung von Energie- und Leistungsbedarf macht diese Technologie in großen Fahrzeugen preiswerter und effizienter. Zudem eröffnet die Betankung in Depots die Möglichkeit, Kraftstoff aus erneuerbaren Energien zu generieren. Sollte sich diese Technologie durchsetzen, wird sie in der Zukunft eine wichtige Quelle für die Platinnachfrage darstellen.


Palladium

PKWs von 25% auf 15% und bei Autoteilen von 25% auf lediglich 6% reduzieren. Viele sahen darin primär den Versuch die Spannungen zwischen China und den USA zu lockern, was auch durchaus erfolgreich gewesen ist. Doch die Auswirkungen auf den Markt selbst bleiben natürlich nicht aus. Die Anzahl an Autos, die nach China importiert wird, wird sich vermutlich nicht dramatisch ändern und die Auswirkungen auf Palladium bleiben begrenzt.

Die meisten ausländischen Hersteller sind bereits Joint Ventures mit lokalen Herstellern eingegangen, um Autos in China zu produzieren. Die Nachfrage in China konzentriert sich weiterhin auf preisgünstige Fahrzeuge und somit verhindert der weiterhin bestehende Zoll von 15% die Wettbewerbsfähigkeit für Importe in diesem Segment. Folglich werden High-End Fahrzeuge am meisten von der Anpassung profitieren, mit dem Ergebnis, dass die durchschnittliche Palladiumbeladung in verkauften Fahrzeugen nach oben gehen kann. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass diese mehr als 1% betragen wird.

Die USA haben aus Gründen der nationalen Sicherheit eine Untersuchung der aus der EU in die USA eingeführten Autos und LKWs eingeleitet. Dies könnte für Automobilhersteller problematisch ausgehen. Doch während sich die Nachfrage nach Palladium geografisch verlagern könnte, wenn die Produktion von Europa in die USA verlegt würde, wird die Gesamtnachfrage davon wohl nicht weiter betroffen sein. Die Netto-Long-Position der nicht-kommerziellen Händler in Palladium Futures liegt seit 5 Wochen bei über 1 Mio. Unzen.

Zuvor war es zu einer Reduzierung der Position gekommen. Anfang 2018 waren es noch 2,7 Mio. Unzen, die sich bis Mitte April auf 0,8 Mio Unzen verringerten, als der Preis von über 1.100 $/oz auf unter 900 $/oz fiel. Die nicht-kommerziellen Händler nahmen Gewinne mit, nachdem sie in 2017 auf tieferem Niveau ihre Long-Position ausgebaut hatten. Der Preis stieg dann wieder auf über 960 $/oz, doch die spekulative Long-Position erholte sich nicht in gleichem Maße. Dies zeigt, dass Händler derzeit nicht wirklich gewillt sind, Long-Positionen bei Preisen über 900 $/oz einzugehen.


Rhodium, Ruthenium, Iridium

Der Rhodiumpreis hat im Verlauf der letzten Woche trotz des stärkeren US Dollars um 2,5% zugelegt. Die geringe Verfügbarkeit bleibt für den Moment bestehen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Rally wieder zu historischen Höchstpreisen führt, denn der Markt ist nahezu ausgeglichen. Auch die Abflüsse von Rhodium aus ETF Beständen haben sich verlangsamt: In den letzten 6 Wochen reduzierten sich die Bestände um insgesamt 7.500 oz verglichen mit 22.000 oz in den vorangegangenen 6 Wochen. Iridium legte ebenfalls trotz des stärkeren US Dollars zu und kletterte letzte Woche um 90 $/oz nach oben, während Ruthenium auf seinem Niveau bei 275 $/oz verharrte.

Die kleinen Platingruppenmetalle waren während der Platin Woche in London das von Endverbrauchern und Fondsmanagern bei weitem am meisten hinterfragte und diskutierte Thema. Ohne Zweifel lag dies an der erheblichen Preissteigerung, die die Metalle erfahren hatten. Die Preise für Rhodium, Ruthenium und Iridium sind seit Jahresanfang um 31%, 38% beziehungsweise 46% gestiegen; auf ihre jeweiligen Tiefstkurseb in 2016 bezogen, stiegen sie sogar um 260%, 588% und jeweils 174% an.


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Alle im Bericht genannten Preise sind Geldkurse im Interbankenmarkt, die Charts basieren auf Thomson Reuters.



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