Silver Institute, Survey 2023
30.04.2023 | Prof. Dr. Thorsten Polleit
Das SILVER INSTITUTE (SI) hat jüngst seinen Jahresbericht 2023 veröffentlicht. Den Link zu dem Dokument finden sie hier. – Das SI berichtet, dass die Angebotsdefizite in 2021 (51,1 Mio. Feinunzen) und 2022 (237,7 Mio. Feinunzen) extrem hoch ausgefallen waren und dabei die akkumulierten Überschüsse der 11 Jahre zuvor absorbiert haben. Während die fundamentale Datenlage positiv für den Silberpreis war, verlief jedoch die tatsächliche Preisentwicklung des weißen Metalls in 2022 für viele Anleger enttäuschend.
Der Grund: Institutionelle Investoren zeigten, so das SI, wenig Interesse am Silber im abgelaufenen Jahr, und aufgrund der starken Stellung institutioneller Anleger bei der Preisfindung im Silbermarkt blieb die Verteuerung des Silbers aus.
Das SI erwartet für 2023 eine ganz ähnliche Entwicklung. Das Angebotsdefizit wird auf 142,1 Millionen Feinunzen (also 4.419 Tonnen) geschätzt, weniger als im Vorjahr, da u.a. mit einer Ausweitung der Silberproduktion gerechnet wird. Weil insbesondere aber die institutionellen Investoren weiterhin dem Silbermarkt fernbleiben, erwartet das SI (vor allem auch wegen weiterhin erhöhter Zinsen) trotz einem weiterhin ausgeprägten Angebotsdefizit einen Silberpreisrückgang auf 18 USD/oz vor Jahresende und einen jahresdurchschnittlichen Preis von 21,30 USD/oz – ein 2-prozentiger Rückgang gegenüber dem jahresdurchschnittlichen Silberpreis im Jahr 2022.
Damit steht die Prognose des SI im starken Kontrast zur Einschätzung der Degussa, die bis Jahresende 2023 einen Silberpreis von 29 USD/oz für wahrscheinlich hält. Die dafür ausschlaggebenden Überlegungen wurden am 27. Februar im LBMA Forecasts 2023 vorgestellt (und sind beispielsweise hier nachzulesen).
© Prof. Dr. Thorsten Polleit
Auszug aus dem Marktreport der Degussa Goldhandel GmbH
Der Grund: Institutionelle Investoren zeigten, so das SI, wenig Interesse am Silber im abgelaufenen Jahr, und aufgrund der starken Stellung institutioneller Anleger bei der Preisfindung im Silbermarkt blieb die Verteuerung des Silbers aus.
Das SI erwartet für 2023 eine ganz ähnliche Entwicklung. Das Angebotsdefizit wird auf 142,1 Millionen Feinunzen (also 4.419 Tonnen) geschätzt, weniger als im Vorjahr, da u.a. mit einer Ausweitung der Silberproduktion gerechnet wird. Weil insbesondere aber die institutionellen Investoren weiterhin dem Silbermarkt fernbleiben, erwartet das SI (vor allem auch wegen weiterhin erhöhter Zinsen) trotz einem weiterhin ausgeprägten Angebotsdefizit einen Silberpreisrückgang auf 18 USD/oz vor Jahresende und einen jahresdurchschnittlichen Preis von 21,30 USD/oz – ein 2-prozentiger Rückgang gegenüber dem jahresdurchschnittlichen Silberpreis im Jahr 2022.
Damit steht die Prognose des SI im starken Kontrast zur Einschätzung der Degussa, die bis Jahresende 2023 einen Silberpreis von 29 USD/oz für wahrscheinlich hält. Die dafür ausschlaggebenden Überlegungen wurden am 27. Februar im LBMA Forecasts 2023 vorgestellt (und sind beispielsweise hier nachzulesen).
Quelle: Silver Institute.
© Prof. Dr. Thorsten Polleit
Auszug aus dem Marktreport der Degussa Goldhandel GmbH