Gold: Mittelfristige Konsolidierung setzt sich fort
18.04.2016 | Björn Heidkamp
Der abgebildete Chart zeigt die mittelfristige Kursentwicklung des Gold Futures von 2014 bis heute, bei Kursen von 1.234,60 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für jede Woche ab.
Nachdem die starke Aufwärtsbewegung der ersten Monate des Jahres Anfang März bei 1.281,10 stoppte, normalisierte sich das Kursverhalten des gelben Edelmetalls in den letzten Wochen. Seit 10 Wochen konsolidiert Gold überwiegend im Bereich des eingezeichneten Meß - oder Konsolidierungsstabes zwischen 1.200 und 1.265.
Mögliche S-K-S Formation
Aus kurzfristiger markttechnischer Sicht ist der Kursverlauf der vergangenen Woche negativ zu beurteilen: Der MACD hat dabei ein bullisches Fehlsignal ("bullish failure") auf dem Tageschart ausgebildet, indem ein kürzlich generiertes Kaufsignal sofort wieder negiert worden ist.
Auch aus Sicht der klassischen Chartanalyse droht Ungemach: Nach der Eröffnung mit einer Notierungslücke (Gap) setze sich die Aufwärtsbewegung zu Wochenbeginn fort, ehe sich die Bären im Bereich des Hochs vom 11. Februar (linke Schulter) bei 1.264 durchsetzten und Gold bis auf 1.225 abverkauften. Dadurch hat sich eine potentielle Umkehrformation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter (S-K-S) ausgebildet, die wohl bekannteste Topformation der klassischen Chartanalyse. Diese Formation wird bei Kursen unter 1.200 vollendet.
Commitment of Traders (CoT) bleibt unverändert extrem bärisch
Weiterhin eindeutig negativ zu beurteilen ist die immer noch extreme Positionierung der kommerziellen Markteilnehmer an der COMEX (CoT). Diese verhaltensorientierten Warnsignale, ausgehend von der Terminbörse, dürften bei fallenden Kursen die Abwärtsbewegung beschleunigen.
Mittelfristiges Chartbild noch neutral
Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich Gold noch in einer neutralen, gesunden Konsolidierung, bezogen auf die Aufwärtsbewegung vom Jahresbeginn.
Erst bei Kursen unter 1.200 eröffnet sich Gold weiteres Abwärtspotential von 1.180 bis 1.160. Dort befinden sich wichtige Unterstützungen, unter anderem eine offene Notierungslücke (Gap) von Anfang Februar.
Auch mittelfristige Oszillatoren wie der Stochastik-Indikator haben ihre Signallinien im überkauften Bereich von oben durchstoßen und bieten somit noch Spielraum, um weitere Kursverluste zu begleiten.
Langfristige Bodenbildungsphase immer noch möglich
Eine weiterführende potentielle Korrektur des Anstieges vom Jahresbeginn wäre idealtypisch gesund, wenn diese nicht klar unter 1.140 führt, damit sich langfristig eine belastbare untere Umkehrformation ausbilden kann. Ansonsten droht ein erneutes Absinken in den Bereich des Mehrjahrestiefs bei 1.050 bis 1.000.
Steigt der Goldpreis hingegen über 1.281 dürften viele Bären aus dem Markt gedrängt werden, indem deren Stopaufträge ausgelöst werden. Diese dürften im Bereich der rechten Schulter Shortpositionen aufgenommen haben, um die mögliche S-K-S Formation zu antizipieren.
Ein Test des Jahreshochs aus 2015 bei 1.308 ist dann wahrscheinlich.
Bei Kursen darüber dreht die historische Chartsituation auf Kauf. Ein langfristiger Goldpreisanstieg bis 1.430 scheint dann nicht mehr unrealistisch.
© Björn Heidkamp
www.kagels-trading.de
Nachdem die starke Aufwärtsbewegung der ersten Monate des Jahres Anfang März bei 1.281,10 stoppte, normalisierte sich das Kursverhalten des gelben Edelmetalls in den letzten Wochen. Seit 10 Wochen konsolidiert Gold überwiegend im Bereich des eingezeichneten Meß - oder Konsolidierungsstabes zwischen 1.200 und 1.265.
Mögliche S-K-S Formation
Aus kurzfristiger markttechnischer Sicht ist der Kursverlauf der vergangenen Woche negativ zu beurteilen: Der MACD hat dabei ein bullisches Fehlsignal ("bullish failure") auf dem Tageschart ausgebildet, indem ein kürzlich generiertes Kaufsignal sofort wieder negiert worden ist.
Auch aus Sicht der klassischen Chartanalyse droht Ungemach: Nach der Eröffnung mit einer Notierungslücke (Gap) setze sich die Aufwärtsbewegung zu Wochenbeginn fort, ehe sich die Bären im Bereich des Hochs vom 11. Februar (linke Schulter) bei 1.264 durchsetzten und Gold bis auf 1.225 abverkauften. Dadurch hat sich eine potentielle Umkehrformation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter (S-K-S) ausgebildet, die wohl bekannteste Topformation der klassischen Chartanalyse. Diese Formation wird bei Kursen unter 1.200 vollendet.
Commitment of Traders (CoT) bleibt unverändert extrem bärisch
Weiterhin eindeutig negativ zu beurteilen ist die immer noch extreme Positionierung der kommerziellen Markteilnehmer an der COMEX (CoT). Diese verhaltensorientierten Warnsignale, ausgehend von der Terminbörse, dürften bei fallenden Kursen die Abwärtsbewegung beschleunigen.
Mittelfristiges Chartbild noch neutral
Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich Gold noch in einer neutralen, gesunden Konsolidierung, bezogen auf die Aufwärtsbewegung vom Jahresbeginn.
Erst bei Kursen unter 1.200 eröffnet sich Gold weiteres Abwärtspotential von 1.180 bis 1.160. Dort befinden sich wichtige Unterstützungen, unter anderem eine offene Notierungslücke (Gap) von Anfang Februar.
Auch mittelfristige Oszillatoren wie der Stochastik-Indikator haben ihre Signallinien im überkauften Bereich von oben durchstoßen und bieten somit noch Spielraum, um weitere Kursverluste zu begleiten.
Langfristige Bodenbildungsphase immer noch möglich
Eine weiterführende potentielle Korrektur des Anstieges vom Jahresbeginn wäre idealtypisch gesund, wenn diese nicht klar unter 1.140 führt, damit sich langfristig eine belastbare untere Umkehrformation ausbilden kann. Ansonsten droht ein erneutes Absinken in den Bereich des Mehrjahrestiefs bei 1.050 bis 1.000.
Steigt der Goldpreis hingegen über 1.281 dürften viele Bären aus dem Markt gedrängt werden, indem deren Stopaufträge ausgelöst werden. Diese dürften im Bereich der rechten Schulter Shortpositionen aufgenommen haben, um die mögliche S-K-S Formation zu antizipieren.
Ein Test des Jahreshochs aus 2015 bei 1.308 ist dann wahrscheinlich.
Bei Kursen darüber dreht die historische Chartsituation auf Kauf. Ein langfristiger Goldpreisanstieg bis 1.430 scheint dann nicht mehr unrealistisch.
© Björn Heidkamp
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