Suche
 
Folgen Sie uns auf:

Die Fed wird ihre Politik ändern, die Zinsen ab Q1 2023 senken und eine neue Hausse bei Gold und Silber auslösen – Keith Neumeyer

22.06.2022  |  Redaktion
Michelle Makori sprach für Kitco News während der Bergbaumesse Prospectors & Developers Association of Canada in Toronto mit Keith Neumeyer u.a. über die Politik der US-Notenbank und die künftige Preisentwicklung von Silber.

Die hawkishe Haltung der Federal Reserve sei nicht nachhaltig, und es sei wahrscheinlich, dass sie gegen Ende des Jahres nicht nur keine weiteren Zinserhöhungen mehr vornehmen, sondern den Kurs umkehren und die Zinsen senken werde, glaubt der CEO von First Majestic Silver. Er gehe davon aus, dass die geldpolitische Wende der Fed wahrscheinlich bis zum vierten Quartal 2022 erfolgen und eine weitere Hausse bei den Edelmetallen auslösen werde.

In Bezug auf die Inflation erklärt Neumeyer: "Ich glaube, sie werden die Inflation aufgeben. Ich glaube nicht, dass sie die Inflation unter Kontrolle bringen können. Volcker hat es geschafft, indem er die Zinssätze auf 20% anhob. Ich erinnere mich daran, als ich noch viel jünger war. Wir werden keine 20%-Zinsen sehen. Wir werden vielleicht 5% sehen, und wir sehen bereits 5% Hypothekenzinsen im Immobiliensektor, und der Umsatz ist in den letzten Monaten erheblich gesunken. Wie viel kann sich der Verbraucher in den USA also leisten? 6%, 7%, was wird das bewirken? Der Wohnungsbau wird zum Stillstand kommen, und da die Lebensmittel- und Energiepreise so hoch sind wie nie zuvor, wird [die Fed] keine andere Wahl haben."

Hinsichtlich der relativ schwachen Performance von Silber in diesem Jahr gibt Neumeyer zu bedenken, dass Anleger Silber nicht als sicheren Hafen wie Gold betrachten und erwarten sollten, dass es in Zeiten der Marktkrise besser abschneidet.

Teilweise sei die schwache Performance von Silber im Vergleich zu Gold auf die industrielle Komponente von Silber zurückzuführen: "Es gibt die Ansicht, dass eine Rezession bevorsteht. Gold hat sich gehalten, Öl hat sich gehalten, aber alle anderen Metalle, einschließlich Silber, sind ziemlich stark gefallen." Die gleiche industrielle Komponente, die den Silberpreis in diesem Jahr wohl belastet hat, werde jedoch auch den größten Rückenwind für das Metall in den kommenden Jahren darstellen. Denn Silber werde trotz der Aussichten auf ein langsameres globales Wachstum ein großes Defizit bei industriellen Anwendungen wie Solarzellen, Batterien für Elektrofahrzeuge und sogar Röntgenstrahlen aufweisen.

"Mir kann keiner erzählen, dass die Defizite bei Silber in irgendeiner Weise reduziert werden. Der Silberverbrauch im Jahr 2022 wird irgendwo zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Unzen Silber liegen. Wir werden die Zahl nächstes Jahr kennen. Die Mindestschätzung liegt bei 1,1 Mrd. Unzen. Die Minenbetreiber werden in diesem Jahr etwa 850 Millionen Unzen produzieren, so dass ein Defizit von mindestens 300 Millionen Unzen entsteht. Wir können diese Defizite nicht Jahr für Jahr haben", so Neumeyer.




© Redaktion GoldSeiten.de

Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bild- oder Filmrechte liegen beim Autor/Quelle bzw. bei der vom ihm benannten Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt eines Autors spiegelt generell nicht die Meinung des Webseiten-Betreibers wieder. Mittels der Veröffentlichung will dieser lediglich ein pluralistisches Meinungsbild darstellen. Direkte oder indirekte Aussagen in einem Beitrag stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Wir wehren uns gegen jede Form von Hass, Diskriminierung und Verletzung der Menschenwürde. Beachten Sie bitte auch unsere AGB/Disclaimer!



Rundblick


Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2024.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!

"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"